Die Geschichte einer Vision, die Wirklichkeit wurde.
Große Entwicklungen beginnen selten mit perfekten Voraussetzungen. Sie beginnen mit Menschen, die etwas sehen, das andere noch nicht erkennen können.
So war es auch im Jahr 2013. Damals entstand bei Steffen Salzinger die Idee, älteren Menschen eine Art Schutzbrief für spätere Betreuung und Unterstützung im Alltag anzubieten. Ein Konzept, das seiner Zeit voraus war. Doch mit den falschen Partnern verfolgt, verlief die Vision zunächst im Sande.
„Aber manche Gedanken lassen sich nicht verdrängen. Sie bleiben — leise, hartnäckig und überzeugend.”
— Eine Vision, die nicht losließ
Aus dem Wohnzimmer zum Netzwerk für ganz Sachsen.
seit der Gründung 2015
in Betreuung 2025
im Einsatz für Sachsen
pro Monat
Wie aus einem Gedanken im Wohnzimmer ein Unternehmen wurde.
Aus einem Finanzgespräch wird eine Lebensaufgabe.
Ein Jahr nach den ersten Versuchen meldete sich Maik Lehnert bei Steffen Salzinger. Eigentlich ging es um eine Zusammenarbeit im Bereich der Finanzdienstleistungen. Doch schnell zeigte sich: Hier ging es um mehr als um Zahlen und Verträge.
Die Idee der Seniorenbetreuung gewann wieder an Kraft. Sie setzte sich durch — gegen Skepsis, gegen Zweifel und gegen wirtschaftlich naheliegendere Wege. Zeit und Geld wurden investiert.
2 Gründer
Steffen Salzinger & Maik Lehnert
GbR
Gegründet im Wohnzimmer
„Man lernte zu improvisieren, durchzuhalten und weiterzumachen.”
Geschäftsführung
Das Unternehmen entsteht — im Wohnzimmer.
2015 wurde das Unternehmen als GbR gegründet — im Wohnzimmer. Der Name „Seniorenhelfer Sachsen” entstand pragmatisch, fast beiläufig. Doch er trug bereits die gesamte Vision in sich: Menschen konkret helfen.
Die ersten Monate waren ernüchternd. Außerhalb des Bekanntenkreises blieb die Nachfrage gering. Thomas Löbel | The Web Designer wurde für ein besseres Marketing hinzu gewonnen. Flyer wurden verteilt, Gespräche geführt — oft ohne sichtbaren Erfolg.
Später stellte sich heraus, dass auf den ersten Flyern eine falsche Telefonnummer gedruckt war. Die beiden Geschäftsführer hatten einen Tippfehler bei der Beauftragung. Eine kleine Panne mit großer Wirkung — aus der man schlussendlich seine Lehren für die Zukunft ziehen musste. Doch gerade solche Momente formten den Charakter des Unternehmens.
Die Pflegemarktreform öffnet neue Türen.
2016 brachte neue Chancen. Die Pflegemarktreform eröffnete erstmals finanzielle Möglichkeiten für Betreuungsleistungen über Zuschüsse der Pflegekassen.
Ausbildungen zur Betreuungskraft wurden absolviert, erste Zulassungen erfolgten und die erste Mitarbeiterin eingestellt. Auch ein erster Imagefilm entstand. Und auf dem Pirnaer Weihnachtsmarkt wurde in kleiner Runde die erste Weihnachtsfeier begangen — ein symbolischer Moment, denn die Vision lebte: ein Betreuungsangebot flächendeckend in jedem Ort in Sachsen.
1
Mitarbeiterin eingestellt
1. Feier
Pirnaer Weihnachtsmarkt
80
Klienten betreut
Aus dem Wohnzimmer in die Küche.
Auch 2017 war kein einfaches Jahr. Flyer, Info-Stände & Werbemaßnahmen zeigten zunächst wenig Wirkung. Der Wechsel der Gründer aus der Finanzbranche ins Sozialwesen wurde belächelt. Doch der Glaube an die Idee und der Wunsch, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, blieb.
Neue Klienten kamen hinzu und ein weiterer Mitarbeiter wurde eingestellt. Die Zentrale zog vom Wohnzimmer Steffen Salzingers in Heidenau in die Küche von Maik Lehnert nach Pirna-Rottwerndorf um. Mit den Aufgaben wuchs auch die persönliche Erfahrung — ein Geschäftsführer musste erstmals einer Klientin mit gebrochenen Armen die Haare waschen. Was zuvor schlaflose Nächte verursachte, wurde später zur Anekdote.
Zum Jahresende betreute das Unternehmen bereits 80 Klienten. Gefeiert wurde in „Jürschi’s Trostpflaster”.
Aus der GbR wird eine GmbH.
2018 brachte das lange erwartete Wachstum. Neue Mitarbeiter, neue Regionen und ein eigenes Büro in Pirna-Rottwerndorf. Die Umwandlung zur GmbH markierte einen Meilenstein.
Gleichzeitig entstand ein innovatives Arbeitsmodell: Arbeitszeit- und Arbeitsgestaltungsautonomie. Mitarbeiter konnten ihre Einsätze selbst organisieren — ein Konzept, das Motivation und Verantwortung förderte. Vorstellungsgespräche fanden im Pirnaer Backshop statt, Teammeetings in Gaststätten und die erste Teamleiterin wurde ernannt.
Multiplikatoren wie Kliniken und Pflegedienste wurden Partner und die einstige Vision hatte den Praxistest bestanden und auch den überregionalen Anspruch standgehalten. Am Jahresende betreuten bereits 30 Seniorenhelfer rund 220 Klienten mit 730 Betreuungsstunden monatlich.
30
Seniorenhelfer
220
aktiv in Betreuung
730 h
Betreuungsstunden
40
Mitarbeiter
440
im Vertrag
1.500+
Stunden Betreuung
Neue Teams, neue Strukturen.
2019 entwickelte sich das Unternehmen weiter. Neue Teams entstanden, ein Sommerfest wurde organisiert, die Mitarbeiterzahl stieg auf 40 und 440 Klienten wurden betreut. Die monatlichen Betreuungsstunden lagen bereits bei über 1.500.
Gleichzeitig mussten Strukturen angepasst werden. Führungskräftebesprechungen fanden teilweise im Garten statt. Im Treppenhaus des Wohnhauses, in welchem sich das Büro befand, beschwerten sich Nachbarn über den steigenden Verkehr und die daraus resultierende Verschmutzung — Füßlinge wurden angeschafft. Die Weihnachtsfeier in „Merlin’s Wunderland” wurde zu einem emotionalen Höhepunkt.
Corona — und trotzdem weitermachen.
2020 brachte enorme Herausforderungen. Corona veränderte den Alltag aller Beteiligten. Schutzmaßnahmen, Tests und neue Regeln bestimmten das Geschehen. Eine geplante Seniorenreise auf die Halbinsel Krim musste wegen der Pandemie verschoben und später wegen des Krieges vor Ort abgesagt werden.
Trotz allem wuchs das Unternehmen weiter — mehr als 500 Klienten wurden erstmals betreut. So kam auch der Gedanke auf, eine eigene Unternehmenssoftware zu entwickeln. Weihnachtsfeiern fanden im kleinen Lagerfeuerkreis statt. Ein Highlight des Jahres war das Sommerfest im Albert-Schwarz-Bad.
500+
Klienten erstmals
„Eine eigene Unternehmenssoftware muss her.” — die Idee zu Visiosax entsteht.
Geburtsjahr der Software-Idee
Heidenau
Ehemalige Schlecker-Filiale
Aus der Schlecker-Filiale wird die Zentrale.
2021 erfolgte nach zähen Verhandlungen und langem Warten der Umzug in die neuen Geschäftsräume in Heidenau. Der Ausbau der ehemaligen Schlecker-Filiale erforderte Kraft und Improvisation. Möbel wurden mit einem gemieteten LKW aus „dem Westen” geholt.
Nach den Strapazen fielen Umzugshelfer aus und weitere Helfer wurden spontan organisiert. Doch mit der neuen Zentrale begann eine neue Phase der Professionalität. Das Leistungsangebot wurde erweitert — nun auch für Klienten nach Krankenhausaufenthalten.
Strukturen, Schulungen — und der Name VISIOSAX.
In den folgenden Jahren wurde die Organisation systematisch weiterentwickelt. Schulungssysteme entstanden, Strategiebesprechungen wurden eingeführt. Sommerfeste führten die Teams zu besonderen Orten. Weihnachtsfeiern wurden kulturelle Ereignisse.
Die Idee einer eigenen Software nahm Gestalt an und trug fortan den Namen „VISIOSAX”. Auch wenn erste Versuche scheiterten, blieb der Innovationswille bestehen.
VISIOSAX
Die eigene Unternehmenssoftware
900+
im Vertrag
4.000+
Betreuungsstunden
Steigende Kosten — und trotzdem 900 Klienten.
2023 brachte steigende Kosten und regulatorische Einschränkungen. Dennoch wuchs das Unternehmen weiter. Über 900 Klienten wurden betreut. Mehr als 4.000 Betreuungsstunden pro Monat wurden geleistet.
Sommerfest auf Burg Kriebstein, Weihnachtsfeier im Theater — Gemeinschaft blieb zentral.
Die Marke von 1.000 Klienten wird überschritten.
2024 wurde die Marke von 1.000 Klienten überschritten. Neue Teams entstanden, Prozesse wurden digitalisiert. Dienstagsnews informierten Mitarbeiter regelmäßig. Soziale Projekte stärkten den Zusammenhalt.
Die Weihnachtsfeier im Sarrasani wurde unvergesslich. Und zum Sommerfest brillierte unser Controller plötzlich als Barkeeper und verbreitete gute Stimmung.
1.000+
Klienten erstmals
~100
Mitarbeiter
1.250
in Betreuung
6.500
Betreuungsstunden
Das Jubiläum — und das, was bleibt.
2025 feierten die Seniorenhelfer ihr Jubiläum. Rund 100 Mitarbeiter betreuten etwa 1.250 Klienten. 6.500 Betreuungsstunden pro Monat wurden geleistet.
Mit der Seniorenhelfer-Akademie entstand ein eigenes Weiterbildungssystem. Die Unternehmenssoftware Visiosax wurde vollständig eingeführt.
Ausflüge mit Klienten, Projekte wie „Life Advice” oder Kronkorken-Sammelaktionen zeigten: Diese Arbeit ist mehr als Organisation — sie ist Beziehung.
Nicht nur gewachsen — sondern Menschlichkeit organisiert.
Was einst im Wohnzimmer begann, ist heute ein starkes Netzwerk. Ein Unternehmen, das den Alltag vieler Menschen verändert hat.
Und vielleicht ist genau das die größte Leistung: nicht nur gewachsen zu sein, sondern Menschlichkeit organisiert zu haben.
Diese Geschichte ist noch lange nicht zu Ende.
Schreiben Sie das nächste
Kapitel mit uns.
Ob als Klient, Angehöriger oder Kollege — wir hören zu, beraten kostenfrei und nehmen uns Zeit.
